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Archive for September, 2006

Bamberg: Stadion am Volkspark, Hauptkampfbahn

Montag, September 11th, 2006

1. FC Eintracht Bamberg – SSV Jahn Regensburg, Bayernliga 2006/07

2:1 Tore, 7.100 Zuschauer

Erbaut: 1926 (Tribüne: 1938)
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1. FC Eintracht Bamberg

1. FC Eintracht Bamberg

1. FC Eintracht Bamberg

1. FC Eintracht Bamberg

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Fußball: Deutschland – Irland

Montag, September 4th, 2006

02.09.2006

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Heute stand also das Länderspiel zwischen Deutschland und der Irischen Auswahl im Rahmen der EM-Qualifikation auf dem Plan.

Nach der erfolgreichen Anreise mit der Bahn musste jedoch zunächst der Nachmittag gefüllt werden. War der Anstoß zum Länderspiel doch erst um dreiviertel Neun, also irgendwann um Mitternacht. Also flugs ein Oberliga-Match um 15:30 Uhr ausgesucht, die Wahl traf auf den nahe Stuttgart gelegenen SGV (Spiel- und Gesangsverein!) Freiberg. Das City-Anschluss Ticket der DB reichte nicht ganz aus, also musste ich laut Auskunft der freundlichen „Volunteer“-Dame am Automaten noch zwei Zonen hinzukaufen. Diese konnte ich aber nicht, wie erwartet, beim Erreichen der entsprechenden Haltestelle abstempeln sondern bekam fein säuberlich ein Innenraum-Ticket ausgedruckt. Danke! So bin ich eben mit den Zonen 10, 20 sowie den Zonen 10 und 20 losgefahren. Schwarzfahren macht schön!

In Freiberg angekommen (den Kopf voller Überlegungen, wie ich den Kontrolleur –der dann irgendwie doch nicht kam – von meiner Unschuld überzeugen könne) durfte ich feststellen, dass die, auf der Landkarte harmlosen 1,5 km von der S-Bahn Haltestelle zum Stadion in Wirklichkeit ein Berg mit geschätzten 20% Steigung und gefühlten 8.000 Höhenmetern war. Zunächst ging’s diesem verkappten K2 aber runter, was mich doch noch pünktlich zur Partie zwischen genanntem SGV Freiberg und dem Bahlinger SC erscheinen ließ. Etwas fertig orderte ich ein Sitzplatzticket, welches mit 6 Euro gut bezahlbar war. Jedoch konnte ich in der Folge feststellen, dass es eh nur ein Ticket gibt und jeder saß und stand wie er lustig war und nur von bemitleidenswerten Ortsunkundigen, die verurteilenswerterweise Sitzplätze kaufen, die 6 Euro verlangt wurden. Der Rest zahlte deren vier!

Freiberg

Das Spiel war dann auch ein eher fades 1:1 vor ca. 400 Zuschauern und das Gesangsverein im Namen Etikettenschwindel.
Nach der Bergwanderung zurück zur S-Bahn ging’s auf direktem Wege zum Neckarstadion (mir ist bekannt, dass das Teil nicht mehr so heißt, aber ich bekomme von Daimler-Crysler auch nicht mehr Kohle, wenn ich als deren Werbeträger auftrete), wo schon Verdandi mit Schwester auf Ihre Karten und somit auf mich warteten. Es stellte sich heraus, dass diese genau auf der anderen Seite des Stadions standen. Kein Problem, dachte ich, aber die anschließende Odyssee in die gegenüberliegende Kurve war eine Erfahrung, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und sollte eigentlich für die Nachwelt erhalten werden. Aber ich fühle mich noch nicht stark genug, darüber zu sprechen. ;)

Vor dem Stadion waren schon enorm viele gut gelaunte Iren anzutreffen. Sehr sympathische Leute. Überhaupt waren die Iren – im Fußball bekannt als sehr reisefreudig – mit geschätzten 11.000 Leuten recht zahlreich vertreten und konnten damit nicht nur den großen Gästeblock füllen sondern hatten auch zahlreiche Plätze im Heimsektor inne.
Das Neckarstadion selbst halte ich bis auf das hübsche Dach weder im ästhetischen noch in sonst irgendeinem Sinne gelungen. Neben der damals obligatorischen Laufbahn sind die Tribünen viel zu flach gebaut und die Sicht ist v. a. in den Kurven eine Zumutung. Die VfB-Fans können einem da nur Leid tun.

Trotz dieser widrigen Verhältnisse – dass die Akustik eine Katastrophe ist brauche ich wohl nicht zu erwähnen – wurde auf beiden Seiten ordentlich Stimmung gemacht. Respekt an die Irischen sowie Deutschen Fans hier!

Aber ich weiß nicht, ob es in Murphys Law steht, doch: „Egal welchen Platz man inne hat, der größte Depp im Stadion sitzt stets daneben!“ sollte dringend mit aufgeführt werden.

Eine ausführliche Beschreibung des Spiels dürfte den geneigten Leser wohl eher langweilen. Daher in zwei Sätzen: die DFB-Auswahl hatte ab der 20 Minute leichte Vorteile und ging mit einem abgefälschten Freistoß in dieser Szene zwar glücklich aber insgesamt verdient in Führung. Die Iren zeigten zwar viel Einsatz, waren aber insgesamt etwas glücklos und konnten sich besonders im zweiten Durchgang kaum mehr Chancen erarbeiten.

Der 1:0 Sieg wurde groß gefeiert und ich durfte wieder feststellen, dass ich zur Deutschen Nationalmannschaft einfach keinen Bezug finden kann. Insgesamt aber bis dahin ein toller Abend, der trotz des mächtigen Polizeiaufgebotes absolut friedlich blieb.

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Der Zug wartet nicht, also rasch zurück zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Dort stellte sich heraus, dass er wohl doch auf irgendwen wartet, anders lässt sich nicht erklären, warum er 30 Minuten regungslos am Gleis stand. Alles halb so wild, viel schlimmer war dann schon, dass der Zug gnadenlos überbelegt war und die wenigen Abteile innerhalb Sekunden gefüllt waren. Der unglückliche Rest (zu dem ich ja grundsätzlich gehöre) musste sich in den engen Gang quetschen, man konnte teilweise noch nicht mal auf beiden Beinen stehen!!! Selbst wer reserviert hatte, hatte keine Chance, auf seinen Platz zu kommen. Von den 11.000 Iren waren grob geschätzt alle in diesem Zug… wobei man sich fragen muss, warum die Bahn da nicht frühzeitig Abhilfe geschaffen hat. Immerhin waren, als ich das Ticket vor längerer Zeit gekauft habe, alle Sparpreise und alle Reservierungen (!) ausgebucht. Kommt man da als verantwortungsbewusstes Unternehmen nicht auf die Idee, ein paar Wagons zusätzlich anzuhängen? Nein, denn Hauptsache die Bahn schiebt die Ticketpreise ein und lässt die Kunden dann auf einem Bein stehend 2 ½ Stunden von Stuttgart nach Augsburg tingeln. Kann der DFB zwei mal den gleichen Sitzplatz im Stadion verkaufen? Nein! Kann ich die gleiche Wohnung zweimal vermieten? Nein! Aber die liebe Bahn kann einen Zug derart überbuchen, dass sie damit nicht zuletzt die Gesundheit der Kunden aufs Spiel setzt.

Aber alles ging gut, die Leute blieben alle extrem gelassen. Irgendwann kam der Zug dann in Augsburg an. Dort wurden die aussteigenden Fahrgäste herausgepresst, ein Verfahren, dass sich in den vorhergehenden Haltepunkten vorzüglich bewährt hat.

Lustiger Tag!

Uli

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