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Archive for the 'Erzählungen / Lyrik' Category

Herr Gruber

Dienstag, September 26th, 2006

Bei diesem Zusammenhange ist mir das alles im Vagen. Wo bleibt nur der Herr Gruber, wenn man ihn nicht ruft? Er bleibt in seiner Kammer flacken und hat doch keine Ahnung. Warum nicht jeder weiß, was mir behagt? Ich seh’s doch auch ein. Ich weiß nicht, ob einer weiter atmet auch wenn er aus meinem Leben tritt? Glauben kann ich’s nicht.

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Revolution

Donnerstag, September 21st, 2006

War doch der Herzog in der Stadt und hat man zu seiner Ehren aber auch mit Böllern geschossen und grad schön wars. So viel hat man sich schon lang nicht mehr gefreut, höchstens als der Papst in Bayern war. Aber nicht bei uns. Jetzt ist der Herzog da und das ist auch recht. Ich hab die Böller also krachen gehört. Bumm bumm bumm. Dann war Schluss, aber der Herzog hat noch lange gelacht. Ob er sich freut, weil’s ihn nicht derwischt haben? Hätt ja gut sein können, dass einer auf den Herzog losschießt und eine Revolution anfängt. Zuerst hat sich’s so angehört, aber dann mussten alle in die Luft zielen. Und warn ja doch bloß Böller.

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ohne Titel

Schmerz

Donnerstag, September 21st, 2006

Ha ha ha, so was stumpfes. Wenn sich da einer schneidet, so glaub ich ihm nicht. Mit was soll ich’s auch abnehmen? Er nimmt mich ja doch auf den Arm. An Zeit ist schon mächtig was vergangen, aber keiner reibt sich daran. Den großen Schmerz kannst nicht spüren. Du nicht. Ich möcht so gern und bin doch zu feig wie gierig. Den großen Schmerz kannst nicht spüren, es sei denn er ist grad rum. Warum also weiß ich darum und schreite nicht ein?

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gefangen...

Vergessen

Donnerstag, September 21st, 2006

So lange mir im Kopfe wirr genug ist, um hier zu bestehen, brauch ich nicht gescheit zu werden. Der Herr Studiosus strebt grad nach großem und möcht doch ein Ochs sein. Gar der kluge Denker muss einmal eingestehen: das hab ich mir grad nicht gedacht. Vielleicht hat er auch nur vergessen drauf?

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Auszüge aus der Bayerischen Geschichte, Teil 1

Samstag, September 16th, 2006

Groß brauchst nicht zu sein, nur großkopfert. Klein brauchst nicht zu sein, nur kleinkariert. Dann wendet es sich schön zum guten. Wenn nur die Welt grad wär wie ich, dann gäb’s doch keine Sorgen. Gut dass ich so gescheit bin und Du so dumm. Kannst es ja leicht probieren. Die Weisheit ist zwar nicht grad schwer mit Löffeln zu fressen aber speien wenn Du musst, graut mir jetzt schon vor Dir. Du kotzt es ja doch aus. Du Du Du. Warum also zwing ich mich, hier was zu reden? Und tu ich’s immer noch.

Uli

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Wie wenn ein Ochs drüberfährt.

Donnerstag, September 14th, 2006

Mir ist’s wie wenn ein Ochs drüberfährt. Gleich kracht’s und alles flackt da. Die recht wichtigen Herren gingen fort und taten recht unwichtig und kamen sich dabei recht wichtig vor. Wenn sich’s reimt, dann kracht’s. Die Fliehburg war grad’ recht für sie. Aber es ist ja schon alles geschehen, da braucht es keinen, der es verschreit. Ja ja, die kam ihnen grad zur guten Zeit. Einer muss halt gehen. Sie nahmen die Feste mit Dreizack ein und hauten sich den Magen zum bersten voll. Wenn Du so grad drüber nachdenkst, wird’s nichts. Wenn einer drauf überlegt, schauts arg aus und alles scheppert. Aber das ist ja schon rum jetzt.

Uli

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