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Archive for the 'Todtenweis' Category

Bilder aus Todtenweis VII - Bauernhaus ca. 1650

Montag, April 30th, 2007

Mal wieder Zeit für “Bilder aus Todtenweis”!

Heute möchte ich wieder ein Foto aus den 20er Jahren präsentieren; dargestellt ist der alte Hof des sog. Söldbauern, welcher wohl kurz nach der Aufnahme abgerissen wurde.

Das Gebäude wurde in den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet, war also zum Zeitpunkt der Aufnahme schon fast 300 Jahre alt.

Anwesen 8

Todtenweiser Burgen - 1. Die Pfalzgrafenburg

Samstag, April 28th, 2007

Am Lechrain des Landkreises Aichach-Friedberg finden sich außergewöhnlich viele Burgen. Da Stein in der Region jedoch ein rares Gut war und fast nur mit Holz gebaut wurde, muss man schon etwas genauer hinsehen. Von allen 21 Befestigungsanlagen sind nur noch Burgställe, also Bodendenkmäler, erhalten. Kein Wunder also, dass diese oft sogar kaum den Anwohnern bekannt sind.

Doch auch diese Anlagen erzählen eine spannende Geschichte. Und da sich auf dem Gebiet der Gemeinde Todtenweis gleich drei mittelalterliche Burgen finden, möchte ich diese in der nächsten Zeit als Fotoserie vorstellen.

Da ich mit der Pfalzgrafenburg von Todtenweis beginne, gehe ich kurz in die Geschichte des Ortes. Kaiserin Kunigunde (980 - 1033) stiftete den Ort Todtenweis samt Besitzungen zum Seelenheil ihres verstorbenen Gemahls an das Kloster St. Ulrich und Afra. Die Weltliche Herrschaft (Vogteirechte) wurde jedoch rund hundert Jahre später an den Pfalzgraf Otto IV. übertragen. Da auch die Wittelsbacher eine sehr offensive Burgenpolitik betrieben, wurde daraufhin in Todtenweis eine Befestigungsanlage errichtet.

Diese Pfalzgrafenburg - erstmals 1177 in einer Urkunde genannt („castrum Taitenwis“), aber wohl schon ein halbes Jahrhundert vorher errichtet – wurde noch vor dieser Erwähnung wie schon der Ort an das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra übergeben.

War die Burg im Westen von einem natürlichen Abhang in das Lechtal geschützt, musste im Osten eine Wallanlage errichtet werden - aber dazu später mehr. Neben einem Wohngebäude, ca. 15 auf 20 Meter, gab es wohl eine Hand voll weiterer Hütten und Ställe. Es waren stets zwei Dienstmannen auf der Burg, die uns zum Teil sogar namentlich bekannt sind. Daneben fand sich ca. 100 m nördlich der Burg eine sog. Vorburg, auf der sich ein dazugehöriger Wirtschaftshof fand. Rund um die Hauptburg waren Palisaden (Holzbefestigung) errichtet, im Osten sogar zwei Reihen.

So, nach der trockenen Theorie gehts endlich ans Eingemachte. Nun, was ist heute noch zu erkennen?

Zunächst eine Darstellung, die weder Anspruch auf Maßstabtreue noch auf Schönheit erhebt. Sie soll lediglich ein wenig Überblick bieten:

Burg - Strichzeichung

Wenn man von Südosten auf die Anlage trifft, steht man vor einem gewaltigen Wall und Graben, welcher zur Burg hin kaum überwindbar scheint. Sowohl auf dem Burgwall als auch auf der äußeren Erhöhung befand sich hier eine Palisade.

östlicher Wall Wall von Norden östlicher Wall

Im Süden und Norden der Burg kann man ein Plateau erkennen, welche sich außerhalb der Burg befinden.

südliches Plateau südliches Plateau mit Markierung

Nun wollen wir gleich mal die Burg betreten. Dort finden wir ein weitläufiges Gelände vor, von Südost bis Nordost vom Wall geschützt, von Westen dagegen vom natürlichen Abhang in das Lechtal. Vom Wohngebäude kann man noch die Vertiefung erkennen, ab und zu findet man dort einen Ziegelstein. In der mittleren Darstellung ist der Verlauf des Walles gelb, der Abhang zum Lechtal rot und der Standort des Wohngebäudes blau eingezeichnet. Unten kann man diesen Standort noch mal etwas genauer erkennen.

Burgpanorama

Burgpanorama mit Markierung

Standort des Gebäudes mit Markierung

Selbst innerhalb der Burg erreicht der Wall noch recht beeindruckende Ausmaße, wie man auf den folgenden Darstellungen erkennen kann:

WallWall - Burginnerhalb

Schon etwas genauer hinsehen muss man bei der Vorburg mit Wirtschaftshof, die sich ca. 100 Meter im Norden befindet. Der natürliche Abhang wurde hier versteilert und im Osten ein kleiner Wall aufgeschüttet. In der ersten Darstellung ist mit gelb der Abhang der Vorburg, mit rot das ungefähre Plateau bezeichnet. Auf dem zweiten Doppelbild markieren die roten Linien den kleinen Wall und die gelbe Linie zeigt den Hang zur Vorburg an. Zuletzt ist der Abhang der Vorburg von oben zu sehen.

Vorburg

Vorburg mit Markierung

Vorburg - östlicher Wall

Vorburg - östlicher Wall mit Markierung

Vorburg - Nordöstlicher Hang

Bilder aus Todtenweis VI - Apians Landkarte 1568

Sonntag, November 5th, 2006

Heute geht es weit zurück bis in die frühe Neuzeit: 1568 Schuf Philipp Apian auf 22 Landtafeln ein außergewöhnliches Kartenwerk Bayerns. Auf der Landtafel 13 ist das Aichacher Gebiet mit Augsburg abgebildet.

Im Nordwesten wurde Todtenweis (”Doteweis”) mit der alten Dorfkirche dargestellt. Schön auch zu erkennen der auf Todtenweiser Höhe wild verzweigte Lech.

Apian 1568

Bild: (c) Bayerischen Staatsbibliothek

Bilder aus Todtenweis V - Familie 1923

Samstag, November 4th, 2006

Heute ein Foto einer Todtenweiser Mutter mit Tochter und dem dreijährigen Buben(!) auf dem Stuhl.

Todtenweis 1923

Bilder aus Todtenweis IV - Mein lieber Freund und…

Samstag, Oktober 14th, 2006

…Kupferstecher, möchte man aussprechen; denn heute geht es genau genommen nicht um Todtenweis. Vielmehr werfen wir einen Blick auf den Nachbarort Aindling. Das tat nämlich schon 1702 Michael Wening und fertigte einen unverkennbaren Kupferstich des Marktes an. Hier ein paar Aufnahmen davon:

Kupferstich von Aindling 1702

DSC_9907Ausschnitt1

DSC_9907Ausschnitt3

Und so sieht es heute aus in Aindling:

Aindling

Die Kirche ist hier übrigens nicht mehr - wie man meinen könnte - die gleiche wie oben, sondern ein neugotischer Nachbau zur Jahrhundertwende.

Bilder aus Todtenweis III - Postkarte 1915

Freitag, Oktober 6th, 2006

Ungewöhnlich für eine kleines Dorf wie Todtenweis ist seine Vielfalt an Postkarten. Mir sind nicht weniger als elf verschiedene Ausgaben bekannt, die älteste stammt aus dem Jahr 1905. Zu sehen ist ein schönes, koloriertes Exemplar welches 1915 gelaufen ist, wohl aber schon etwas früher hergestellt wurde.

Todtenweis Postkarte (1915)

Bilder aus Todtenweis II - Fußball 1936

Sonntag, September 24th, 2006

Von 1935 an bis zum Beginn des 2. Weltkrieges bestand in Todtenweis eine recht erfolgreiche Fußballmannschaft. Das Bild stammt aus dem Jahre 1936, gespielt wurde neben der Kirche.

Aus diesen Bemühungen ist dann später (1946) der TSV Aindling-Todtenweis entstanden, der nun als TSV Aindling in der Bayernliga viertklassig spielt.

Todtenweiser Fu�baller 1936

Bilder aus Todtenweis I - Jagdpächter 1910

Sonntag, September 24th, 2006

Ab und an möchte ich hier auch ein paar historische Fotos aus meinem Heimatdorf Todtenweis vorstellen.

Das erste Foto ist um 1910 entstanden als der Jagdpächter Todtenweis besuchte. Ganz rechts ist der damalige Jäger in Todtenweis zu sehen. Würde mich übrigens freuen, wenn jemand das Auto kennt ;)
Todtenweis Jäger und Pächter 1910

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